Das Bundesland Burgenland wurde im Jahr 1921 von Ungarn an Österreich abgetreten und stellt heute das östlichste und zudem kleinste Bundesland in Österreich dar. Es besitzt nur eine Fläche von viertausend Quadratkilometern und eine Bevölkerungszahl von 284.000. Burgenland wird in drei verschiedene Gebiete eingeteilt, die alle mit mindestens einer Besonderheit aufwarten können. Das Nordburgenland zählt zur Pannonischen Tiefebene und besitzt bekannte Städte wie Eisenstadt, Neusiedl am See und Rust. Der Neusiedler See ist ein Steppensee, den ein Schilfgürtel umgibt, in dem seltene Vogelarten eine Heimat finden.
Ferner wird er als das Meer der Wiener bezeichnet. Das Mittelburgenland ist ebenso wie das Südburgenland hügelig und beide Gebiete werden vom Günser Gebirge voneinander getrennt. Der höchste Berg Burgenlands ist der Geschriebenstein mit einer Höhe von 884 Metern. Klimatisch wird Burgenland vom illyrischen Klima und vom pannonischen Klima beherrscht. Beide bescheren dem Burgenland mittlere Temperaturen bei teilweise viel Niederschlag.
Die Wirtschaft im Burgenland war von jeher etwas unterentwickelt, durch Staatliche Förderung konnte jedoch eine relative Genesung erreicht werden. Trotzdem müssen rund 23.000 Personen zur Arbeit nach Wien pendeln. Neben dem Tourismus, der vorrangig um den Neusiedler See stattfindet, erzielt das Burgenland sein Einkommen noch aus dem Weinanbau. Nach Niederösterreich liegt hier das wichtigste Weinanbaugebiet von Österreich.